Statt Weihnachtspräsente - 5.000 Euro-Spende an die DRK-Kinderklinik Siegen

November 2016.

Spendenübergabe an Kinderklinik Siegen von Beyer-Mietservice„Eine bewusste Entscheidung für eine Herzensangelegenheit mit der Hoffnung, auch im Sinne unserer Kunden zu handeln“

Die Beyer-Mietservice KG hat an die pädiatrische Palliativmedizin der DRK-Kinderklinik Siegen 5.000 Euro gespendet. Dieter Beyer, Gründer und Geschäftsführer von Beyer-Mietservice, hat sich bewusst dazu entschieden, für eine Herzensangelegenheit zu spenden, anstatt umfangreiche Weihnachtspräsente an Kunden zu versenden. „Diese bewusste Entscheidung ist mit der Hoffnung verbunden, damit auch im Sinne unserer Kunden zu handeln“, so Dieter Beyer.
Das Team aus Ärzten sowie Pflege- und Fachpersonal der DRK-Kinderklinik Siegen ist unermüdlich und rund um die Uhr im Einsatz für das Wohl von Babys, Kindern und Jugendlichen mit lebenslimitierenden Erkrankungen. „Dieser konsequente Einsatz des Klinik-Teams, das tagtäglich nicht nur medizinisch, sondern auch emotional sehr stark gefordert wird, verdient unseren höchsten Respekt“, begründet Dieter Beyer seinen Entschluss für die Spende.

Nachhaltige Unterstützung für die pädiatrische Palliativmedizin

Ein Grund mehr für das herstellerunabhängige Vermietunternehmen, auch in diesem Jahr wieder auf den umfangreichen Versand von Weihnachtspräsenten zu verzichten und stattdessen für diese Herzensangelegenheit zu spenden. Dieter Beyer überreichte persönlich Marcus Linke, Oberarzt in der pädiatrischen Palliativstation der DRK-Kinderklinik in Siegen, den symbolischen Spendenscheck. Mit der Spende in Höhe von 5.000 Euro wurde die Anschaffung von zwei dringend notwendigen Schmerzpumpen realisiert. „Die Schmerzpumpen leisten zukünftig einen wichtigen Beitrag für unsere intensive Arbeit mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen und deren Familien. Mit diesen Schmerzpumpen wird die kontinuierliche und notwendige Medikamentenversorgung der jungen Patientinnen und Patienten sichergestellt, und das sowohl im stationären als auch im häuslichen Umfeld“, erläuterte Marcus Linke.

Spende für medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen

Die pädiatrische Palliativmedizin in der DRK-Kinderklinik Siegen widmet sich der medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Kinder und Jugendlicher sowie deren Angehöriger. Die größtmögliche Linderung von Schmerzen und leidvollen Symptomen zu erreichen, ist der Fokus der Arbeit des Teams auf der Station. Mit der Spende setzt Beyer-Mietservice ein deutliches Signal und trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Erkrankungen auch zu Hause in ihrem vertrauten Umfeld die notwendige medizinische und pflegerische Versorgung erhalten können. Für Dieter Beyer war es eine bewusste Entscheidung, genau für diesen Zweck zu spenden und auf den Versand von Weihnachtspräsenten an Kunden zu verzichten.

Unermüdlicher Spagat zwischen Medizin und Emotionen

Neben einem Team aus Fachärzten und Spezialisten sowie Kinderkrankenpflegerinnen und Kinderkrankenpflegern sind auch Therapeuten, Psychologen und Sozialpädagogen tagtäglich für die jungen Patientinnen und Patienten im Einsatz. Zudem stehen auch die Eltern und die Geschwister im Mittelpunkt der Arbeit des Klinikteams. Umfassende Beratung und medizinisches Wissen reichen hier nicht aus. Es gilt, Vertrauen zu den Familien aufzubauen und den Spagat zwischen Medizin und Emotionen zu meistern. Und genau diesen Spagat leistet das Team der DRK-Kinderklinik Siegen jeden Tag aufs Neue. Arbeitsintensiv für die Klinikmitarbeiter sind auch die Vorbereitungen, wenn eine Behandlung von Kindern und Jugendlichen in ihrem eigenen Zuhause realisiert werden soll. Die Vorbereitungen und intensiven Planungen dauern mindestens zwischen drei und sechs Monate und bedeuten eine enge Kooperation mit den Eltern. Zugleich steht das Klinik-Team, bestehend aus Spezialisten, Fachärzten, Pflegepersonal und Psychologen, immer wieder vor zusätzlichen Herausforderungen wie zum Beispiel Sprachbarrieren.
Die Spende der Beyer-Mietservice KG in Höhe von 5.000 Euro zur Anschaffung von zwei Schmerzpumpen ist ein wichtiger Meilenstein, damit kranke Kinder und Jugendliche auch im eigenen Zuhause optimal mit Schmerzmedikamenten versorgt werden. Diese Möglichkeit, zu Hause bei Eltern und Geschwistern in einer vertrauten und von Geborgenheit geprägten Umgebung zu sein, bedeutet für die jungen Patientinnen und Patienten ein Stück wertvolle Lebensqualität.

Die DRK-Kinderklinik Siegen – ein Haus mit Geschichte

Die DRK-Kinderklinik Siegen wurde 1918 gegründet. Pro Jahr werden mehr als 5.950 junge Patientinnen und Patienten stationär und rund 50.000 Kinder und Jugendliche ambulant versorgt. Neben 14 tagesklinischen Plätzen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist für die Zukunft auch ein vollstationärer Bereich in Planung. Insgesamt 138 somatische Betten und mehr als 700 Mitarbeiter zählt die DRK-Kinderklinik. Die Kinderkrankenpflegeschule der Klinik blickt auf eine über 75-jährige Geschichte zurück. Hier beginnen jedes Jahr 20 bis 25 Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und –Pfleger ihre Ausbildung.

Kompetenz und Verantwortung – Ein bewegender Rundgang durch die Fachabteilungen

Seit mehr als 40 Jahren gibt es in der DRK-Kinderklinik in Siegen eines der größten und ältesten sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) in Deutschland und seit mehr als 20 Jahren betreibt man ein Perinatalzentrum Level 1. Das ist die höchste Stufe, wenn es um die Versorgung von Früh- und Neugeborenen geht. Im Perinatalzentrum werden pro Jahr rund 70 Frühchen unter 1.500 g versorgt. Eine weitere Besonderheit in der Klinik ist die Kinderinsel, eine liebevoll gestaltete Intensivstation für dauerbeatmete Kinder und Jugendliche. Die jüngsten Bewohner sind nur wenige Wochen oder Monate alt. Während des informativen und zugleich bewegenden Rundgangs anlässlich der Spendenübergabe gab es auch einen Einblick in das Kompetenzzentrum für Operationen und Behandlungen von Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Spalten.

Interview im Rahmen der Beyer-Spendenaktion für die pädiatrische Palliativstation der DRK-Kinderklinik Siegen

Im Interview: Oberarzt Marcus Linke,
(Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Notfallmedizin, Palliativmedizin und Neonatologie)

Frage: Was ist die pädiatrische Palliativmedizin und was sind die Ziele der Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen?
Marcus Linke: Bei der Palliativmedizin geht es nicht um Heilung, sondern um die umfassende Versorgung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die lebensbedrohlich oder unheilbar erkrankt sind.

Frage: Was bedeutet Palliativmedizin bei Kindern und Jugendlichen bzw. was sind die Unterschiede zur Palliativmedizin für Erwachsene?
Marcus Linke: Wenn wir von Palliativmedizin bei Kindern und Jugendlichen sprechen, bedeutet das eine ganzheitliche Betreuung der jungen Patientinnen und Patienten. Zum einen sorgen wir für die bestmögliche medizinische, pflegerische und psychosoziale Behandlung, um leidvolle Symptome aufgrund der Erkrankungen zu lindern. Zugleich begleiten wir Eltern und Geschwister mit umfassender Beratung und arbeiten kontinuierlich an einem intensiven Vertrauensverhältnis. Bei Bedarf steht in unserem Haus auch eine psychologische Betreuung zur Verfügung, die sich ausschließlich um die Angehörigen der jungen Patientinnen und Patienten kümmert.

Frage: Die ambulante und stationäre Palliativversorgung in Ihrem Haus wird mit der Spende in Höhe von 5.000 Euro zwei Schmerzpumpen kaufen. Wozu werden diese Schmerzpumpen zukünftig eingesetzt?
Marcus Linke: Diese Schmerzpumpen sind ein wichtiger Faktor, wenn es um die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im eigenen Zuhause geht. Gerade das häusliche Umfeld ist für die Patientinnen und Patienten ein Stück wertvolle Lebensqualität, die wir durch den Einsatz der Schmerzpumpen bieten und bewahren können.

Frage: Jungen Menschen mit verkürzter Lebenserwartung bzw. mit Erkrankungen, deren Heilung nicht mehr möglich ist, die bestmögliche Versorgung bieten und zugleich Leid und Schmerzen lindern. Ihre Arbeit ist nicht nur rein medizinisch. Sie und Ihr Team widmen sich neben der medizinischen auch der pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Behandlung. Was bedeutet das in der Praxis?
Marcus Linke: Ein wichtiger Pfeiler für unsere Arbeit ist das Vertrauensverhältnis mit den Eltern und Geschwistern. Gerade die Begleitung und Betreuung der Eltern und die gleichzeitig Schaffung einer Basis aus Vertrauen und Beratung ist essentiell für die Behandlung der jungen Patientinnen und Patienten. Unsere tägliche Arbeit ist ganzheitlich und umfasst auch die Beratung, Begleitung und Betreuung der Eltern und Geschwisterkinder.

Wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Team alles Gute für die Zukunft!

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