Ein Derrickkran ist ein stationärer oder halbmobiler Kran, der für schwere Hebearbeiten in der Industrie, im Bauwesen und im Schiffsbau eingesetzt wird. Er besteht typischerweise aus einem fest verankerten Masten, einem gelenkig gelagerten Ausleger und einem darüber geführten Seilzugsystem, das Lasten präzise heben und bewegen kann. Die Wippbewegung des Auslegers ermöglicht ein zweites, über die Spitze des abgespannten Masts geführtes Seil. Ein Drehkranz ermöglicht Arbeiten in alle Richtungen.
Solche Krane sind für ihre hohe Tragfähigkeit bekannt und werden häufig in Bereichen genutzt, in denen herkömmliche Turmdrehkrane oder Mobilkrane an ihre Grenzen stoßen. Derrickkrane kommen besonders in beengten Arbeitsumgebungen oder auf Hochhausbaustellen zum Einsatz, da sie aufgrund ihrer kompakten Bauweise und hohen Belastbarkeit ideal für das Arbeiten in großen Höhen sind. Sie werden beispielsweise zur Montage und Demontage von Turmdrehkranen auf Hochhäusern verwendet.
Im Schiffbau dienen sie zur Installation schwerer Bauteile wie Schiffssektionen oder Maschinenanlagen. Es gibt verschiedene Bauarten, darunter fest installierte Derrickkrane sowie mobile Versionen, die sich auf Schienen oder mit hydraulischen Systemen bewegen lassen. Moderne Derrickkrane sind mit computergestützten Steuerungssystemen ausgestattet, um präzise Bewegungen und maximale Sicherheit zu gewährleisten. Dank ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und der hohen Traglast sind sie eine unverzichtbare Hebelösung für komplexe Bauprojekte. Seinen Namen verdankt der Derrickkran dem englischen Seemann und Henker Thomas Derrick.