Die Biegewechselfestigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Werkstoffs, wiederholten Biegebeanspruchungen standzuhalten, ohne dass es zu einem Bruch kommt. Dieser Werkstoffkennwert ist relevant im Maschinen- und Stahlbau sowie in der Bautechnik, wenn Bauteile über längere Zeit wechselnden Belastungen ausgesetzt sind.
Die Biegewechselfestigkeit hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom verwendeten Material, der Oberflächenbeschaffenheit, dem Querschnitt des Bauteils und dem Vorhandensein von Kerben oder Schweißnähten. Werkstoffe mit hoher Biegewechselfestigkeit ermöglichen eine längere Lebensdauer und geringeren Wartungsaufwand bei gleichbleibender Sicherheit.
In der Praxis wird dieser Wert durch Biegewechselversuche ermittelt, wobei die Anzahl der Lastwechsel bis zum Versagen des Materials gemessen wird. Die Biegewechselfestigkeit stellt somit einen wichtigen Aspekt der Betriebsfestigkeit dar und ist entscheidend bei der Auslegung und Konstruktion von Bauteilen, die zyklischen Belastungen standhalten müssen, z. B. Kran- und Hebezeugkomponenten.