Das Fahrgestell bildet die tragende Basis eines Fahrzeugs oder einer Baumaschine und übernimmt essenzielle Funktionen für Stabilität, Lastverteilung und Beweglichkeit. Es setzt sich aus tragenden Rahmenkonstruktionen, Achsen, Radaufhängungen und gegebenenfalls Federungssystemen zusammen. In der Baumaschinen- und Flurfördertechnik ist das Fahrgestell entscheidend für die Geländegängigkeit, Wendigkeit und Belastbarkeit eines Fahrzeugs.
Je nach Einsatzzweck unterscheidet sich die Bauweise erheblich. Teleskoplader, Arbeitsbühnen oder Mobilkrane verfügen häufig über speziell verstärkte Fahrgestelle, die hohen Lasten standhalten. Radfahrwerke bieten Flexibilität auf befestigten Wegen, während Raupenfahrwerke mit hoher Traktion und Bodenschonung auf unwegsamem Terrain punkten.
In der Höhenzugangstechnik spielen nivellierende Fahrgestelle eine wichtige Rolle, um sicheren Stand auf unebenem Untergrund zu gewährleisten. Bei Mietmaschinen ist die Wahl des passenden Fahrgestells entscheidend für effizientes Arbeiten und sicheres Handling auf der Baustelle. Ob selbstfahrend, verfahrbar oder auf Anhängerbasis – die Konstruktion beeinflusst Mobilität, Tragfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten. Auch Faktoren wie Bodenbeschaffenheit und Traglastanforderungen bestimmen, ob ein Fahrgestell mit Allradantrieb, Differenzialsperre oder speziellen Stützsystemen erforderlich ist.