Beyer beackert Ballungszentren

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Quelle: Vertikal.Net, Kran & Bühne Alexander Ochs, Oktober 2016

Quelle: Vertikal.Net (Kran & Bühne, Alexander Ochs)

 

Der Beyer-Mietservice unter der Regie von Dieter Beyer bläst zum Angriff auf die Ballungsgebiete. Auch wenn eine Neueröffnung im 1.500-Einwohner-Örtchen Hilgert erst mal nicht danach klingt. Alexander Ochs berichtet.

 

Dieter Beyer ist ein Mann der Tat: Der Firmenchef des achtgrößten Arbeitsbühnenvermieters im deutschsprachigen Raum redet nicht lange um den heißen Brei, sondern er macht einfach. Er erweitert seine Mietflotte meist um größere Konvolute, zuletzt um 30 Ruthmann-“Steiger“ auf 3,5 Tonnen. Zuvor bescherte der begeisterte Heli-Pilot dem japanischen Minikranhersteller Maeda einen Höhenflug mit dem größten Einzelauftrag aus Europa – 50 Minikrane auf einen Schlag. 60 neue PB-Scheren. 100 Manitou-Bühnen. 20 plus nochmal 20 Stapler. 25 Tieflader. Sein Verhandlungsgeschick ist berühmt. Und das waren nur die bekannteren Deals der vergangenen 18 Monate. „Allein in diesem Jahr haben wir im zweistelligen Millionenbereich in neue Geräte investiert“, berichtet Dieter Beyer.

 

Immerhin: Neue Standorte lassen sich eigentlich nicht ohne Weiteres en bloc eröffnen, das geht peu à peu vonstatten. In Hilgert, im sogenannten Kannenbäckerland in Höhr-Grenzhausen gelegen, gibt es an sich nicht wahnsinnig viel zu sehen und zu erleben, da strömen viele Leute aus dem Ort auf das neue Gelände von Beyer-Mietservice. Die Firma hat es sich nicht nehmen lassen, im großen Stil Werbung für den Tag der offenen Tür zu machen. „Ohne Werbung läuft heutzutage im Geschäft nichts“, ist Dieter Beyer überzeugt. Der Bürgermeister schaut auf einen Plausch vorbei, einige Pressevertreter sind da, es herrscht reger Zulauf den ganzen Tag über. Zumal der Betrieb ein breites Angebot auf die Beine gestellt für Groß und Klein: rauffahren auf 45 Meter Höhe mit der LB 450 TTK oder Baggern für die Minis – mit dem Minibagger-Führerschein.

 

Von Hilgert aus sind es nur drei Kilometer zur Autobahn A48, die die A3 mit der A61 verbindet. Koblenz mit seinen 115.000 Einwohnern liegt nur zehn Kilometer entfernt, einen Tick weiter ist es jeweils bis zur 12.000-Einwohner-Stadt Montabaur und bis Neuwied, 65.000 Einwohner. Die Lage sichere die flexible und schnelle Auslieferung der Maschinen, so das Unternehmen. Rund 15 Leute beschäftigt Beyer in der neuen Mietstation, von der aus Kunden auf über 3.000 Geräte zugreifen können. Der Gründer und Geschäftsführer sagt: „Ich bin kein Freund davon, auf jeder grünen Wiese einen Bauzaun und Mietcontainer aufzustellen und das dann „Standort“ zu nennen. Der Kunde hat immer mehr gehobene Ansprüche und will entsprechend kompetent beraten werden“. Dazu gehören außerdem eine Tiefladerflotte sowie Schulungsangebote.

 

Die neue Mietstation im Westerwald, nur eine Stunde vom Hauptsitz entfernt, soll auch als Bindeglied zwischen den Beyer-Standorten in Köln/Bonn und im Rhein-Main-Gebiet fungieren. Viele Familien aus dem Ort sind gekommen, um mal neugierig zu gucken, was es mit dieser Neueröffnung so auf sich hat. Eine Mutter, die mit Mann und zwei Kindern da ist, meint in Anspielung auf den schwindenden Vor-Ort-Einzelhandel entwaffnend: „Wenn bei uns mal etwas nicht zumacht, sondern auf, ist das fast schon eine Sensation. Da muss man unbedingt hingehen.“ Bald macht Beyer noch mehr auf: Neue Standorte an Rhein und Main sind in Planung. Zunächst kommen 30.000 Quadratmeter in Mainz/Wiesbaden hinzu, wahrscheinlich zum Jahreswechsel. Anschließend geht es im Rheinland weiter. Die in der Branche ohnehin hart umkämpften Ballungszentren können sich auf ein blaues Wunder gefasst machen.

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