Schwerlaststapler - die Königsklasse der Frontstapler

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Erschienen in: Staplerworld 07/2013

Für besonders harte und raue Einsätze und überall da, wo schwere Transportgüter befördert werden müssen, wie z. B. in Baustoff-, Holz- und Gießereibetrieben sowie in der Schwer- und Automobilindustrie, in Logistikzentren, auf Großbaustellen aber auch in Häfen stehen die Schwerlaststapler „ihren Mann".

Man setzt primär auf Kalmar-Geräte. Überzeugen kann der Staplertyp mit einer max. Traglast von 16 t und einer maximalen Hubhöhe von 5.000 mm. Die Länge der Gabelzinken beträgt 2.400 mm. Hydraulische Zinkenverstellung und Seitenschieber ermöglichen das problemlose Aufnehmen und präzise Abladen unterschiedlicher Lastbreiten. Mit intelligenten Funktionen ausgestattet, lassen sich die Stapler effizient bedienen. Optimum Drive beispielsweise steht für äußerste Präzision. Dem Bediener bietet dieses Feature optimale Kontrolle beim Fahren sowie der Bedienung des Hubgerüstes. Vollkommen unabhängig voneinander wird mit dem Gaspedal die Geschwindigkeit geregelt, gleichzeitig mit dem Hubsteuerhebel die Motorkraft.

Lösungen zur Beförderung schwerer Transportgüter bieten aber auch Teleskopstapler. Im Bereich der starren Schwerlast-Teleskopstapler beispielsweise reichen die Hubhöhen bis maximal 10.000 mm und die Grundtragkräfte bis maximal 16 t. Im Gespräch mit Dieter Beyer klärt die STW Details des Großmaschinen-Einsatzes:

Groß-Teleskopstapler sind hier zulande Exoten. Welche Kunden mieten diese Maschinen an und für welche Einsätze?

D. B.: Leistungsfähige Technologie, robuster Aufbau und nicht zuletzt die Vielfalt der Anbaugeräte bewähren sich. Teleskopstapler sind längst keine Exoten mehr sondern gehören mittlerweile zum täglichen Erscheinungsbild auf vielen Baustellen. Ob starre, drehbare oder Teleskopstapler für besonders schwere Lasten — mit den passenden Anbaugeräten lassen sich die Maschinen perfekt auf die Anforderungen der Kunden abstimmen. So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten so unterschiedlich das Kundenklientel bzw. die Branchen. Ob im Baugewerbe, der Industrie, den Kommunen, im Messe- und Eventbereich oder in der Landwirtschaft — ein Teleskopstapler passt sich der jeweiligen Aufgabe an: Mit Palettengabel zum Stapler, mit Schaufel zum Lader, mit Korb zur Arbeitsbühne oder mit Lasthaken zum Kran.

Die Vorhaltung dieser sehr teuren Maschinen ist nicht einfach, die Auslastung doch sicher eher problematisch?

D. B.: Die optimale Auslastung der Maschinen zu erreichen, ist sicherlich eine tägliche Herausforderung. Überzeugende Argumente bieten die Maschinen selbst aufgrund hoher Produktqualität und Vielseitigkeit. Die Vielzahl unterschiedlicher Anbaugeräte vergrößert die Anzahl der Einsatzmöglichkeiten. Durch diese Multifunktionalität ergibt sich für den Mietkunden eine hohe Effizienz in den Arbeitsabläufen und für den Vermieter eine verbesserte Auslastung.

Welche Voraussetzungen müssen die Bediener solcher Mietmaschinen mitbringen, der „normale Staplerschein" dürfte ja kaum reichen?

D. B.: Um diese Features qualifiziert einsetzen zu können, ist elementares Maschinenwissen ebenso wichtig wie die sichere Handhabung der geländegängigen Teleskopstapler. Jeder Bediener, der einen entsprechenden Befähigungsnachweis vorlegen kann, ist klar im Vorteil. Über die Beyer-Akademie, einem Tochterunternehmen der Beyer-Mietservice KG, bieten wir professionelle Schulungen an in denen, unter anderem auch für Teleskopstapler, fundiertes Wissen in Theorie und Praxis vermittelt wird.

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diese teuren Maschinen vor Diebstahl zu schützen. Sind Geofencing-Systeme an Bord, die beim Verlassen eines eingestellten Territoriums SMS-Alarm schlagen?

D. B.: Beyer-Mietservice liefert Mietmaschinen deutschlandweit sowie ins europäische Ausland. Der Schutz von Maschinen vor Diebstahl und unerlaubter Nutzung ist ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Vermietung wie das Angebot umfassender Service- und Dienstleistungen. Der Markt bietet hierfür eine komplexe Auswahl optimaler Sicherheitskonzepte, die sowohl Benutzungsnachweise über die jeweilige Maschine liefern als auch durch ein integriertes Ortungssystem den aktuellen Standort anzeigen. In unserem Maschinenpark erfüllt das Telematik-System von Elecdatra diese Aufgabe.

Wie wichtig wird für Ihr Haus die Großgeräte-Vermietung, nach dem ja bei Standardmaschinen die Preise sehr niedrig und Margen teilweise kaum erkennbar sind?

„Alles aus einer Hand" ist die Unternehmensphilosophie der Beyer-Mietservice KG. Das heißt, wir bieten den Kunden für ihre Vorhaben nicht nur die optimalen Mietlösungen sondern ein Rundum-Sorglos-Paket dazu. Wir möchten keine Massenmärkte bedienen sondern explizit Maschinen und Geräte mit hohen Qualitätsstandards anbieten, die sich vom Wettbewerb auf dem Markt abheben. Den Kunden ein loyaler und verlässlicher Partner sein, der den Bedarf erkennt um so zielgenau und flexibel auf die jeweiligen Anforderungen zu reagieren und die passende Lösung anzubieten, das hat bei uns oberste Priorität. Daher liegt die Kernkompetenz in der persönlichen Beratung und einem umfassenden Service. Das Servicepaket beinhaltet nicht nur topgewartete Maschinen und Geräte, die in der eigenen Fachwerkstatt mit UVV-Prüfzentrum vor jeder Auslieferung einen Komplettcheck durchlaufen. Auch die flexible und zeitnahe Anlieferung durch eigene Tieflader und Spezialtransporter, ein 24-Stunden-Service sowie die schnelle Hilfe bei technischen Problemen durch Beyer-Monteure mit ihren Spezial-Servicefahrzeugen gehören dazu. Bei allem was wir tun, orientieren wir uns nicht an Margen sondern an einer maximalen Kundenzufriedenheit. Ein langjähriger und kontinuierlich wachsender Kundenstamm bekräftigt unsere Philosophie. Denn für unsere Kunden ist nicht der günstigste Preis entscheidend sondern ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis.

Mit Inhaber Dieter Beyer sprach STW-Redakteur Oliver Bachmann
 

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