15 Miniraupenkrane an neuem Standort übergeben

Am 25.03.2009 fand die Übergabe von 15 Maeda-Miniraupenkranen an die Beyer Mietservice KG statt. Ort des Geschehens war der neue Standort in Etzbach, der an diesem Tag auch offiziell eingeweiht wurde. Die geladenen Gäste - lokale Presse, Fachpresse, Gemeindevertreter sowie Lieferanten - erlebten einen sehr gut geplanten und äußerst interessanten Tag, an dem einzig das Wetter nicht mitspielte.
 
     

Am Standort Etzbach erwarb Dieter Beyer in der 2. Jahreshälfte 2008 zwei Etagen eines Bürogebäudes von der Gemeinde. Nach einer umfangreichen 

Kernsanierung entstand auf 700 m2 Bürofläche ein Servicecenter mit 40 modernsten Arbeitsplätzen. Zudem hat die Beyer Mietservice KG an dem neuen Standort noch Werkstatthallen und Stellfläche zugemietet. Die Gesamtfläche in Etzbach beläuft sich auf 24.000 m². Am neuen Standort wirdf ür den reibungslosen Ablauf der europaweiten Vermietung und die Unterstützung der einzelnen Mietstationen gesorgt.

Die zentrale Disposition der Transportkapazitäten sowie die Bestückung der einzelnen Mietdepots erfolgt ebenfalls von Etzbach aus, sowie die intensive Zusammenarbeit mit allen namhaften Vermietern in Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland, die auf die moderne Mietflotte von Beyer zugreifen. 

"Wir haben hier in Etzbach u.a. Disponenten, die sich ausschließlich um die Vermietung an Vermieter befassen",

 

berichtete Geschäftsführer Dieter Beyer im Gespräch.

Steigende Beliebtheit auf Großbaustellen

Im Jahr 2004 begann der Beyer Mietservice sich auf Spe- zialmaschinen zu konzentrieren. Den Anfang machten dabei die Manitou-Teleskopstapler, in

die auch in den kommenden jahren in erheblichen Umfang investiert wurde. „In den Jahren 2006 bis 2008 waren wir der größte Einzelkunde des

Herstel-lers Manitou in Deutschland", berichtete Dieter Beyer.
Im Jahr 2005 schritten die Investitionen im Bereich Spezialmaschinen weiter voran. Jedoch wurde der Fokus diesmal auf die Miniraupenkrane gerichtet. Es begann eine enge und bis heute partner- und freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem deutschen Maeda-

     
     

Generalimporteur Conmac International, der gerade etwas mehr als ein Jahr zuvor begonnen hatte, diese für den deutschen Markt doch eher unbekannten Maschinen, zu vertreiben.
Seit gut fünf Jahren sind wir nun Maeda-Generalimporteur und haben 145 Minikrane in Deutschland verkaufen können", berichtete Conmac-Geschäftsführer Wolfgang Dahms. Die Anfänge gestalteten sich dabei nicht einfach. „Wie platziert man ein Produkt, das bis dahin nicht bekannt ist, in einem Markt", so Dahms. Wolfgang Dahms kommt aus der Bühnenbranche und so lag es nahe, die Minikrane bei den Vermietern zu platzieren.

„Die damalige Teilnahme an der glasstec in Düsseldorf war für uns sehr wichtig, da in dieser Branche ein großer Bedarf für die Technik bestand", erläuterte Wolfgang Dahms. Dabei eignen sich laut Dahms die Maeda Minikran Modelle MC 104. MC 285 und MC 305, insbesondere für den Innenausbau mit Glaselementen und der große MC 405 für den Außeneinsatz bei Glasfassaden. „Nach unserer Vermieterfahrung sind rund 45 % aller Einsätze im Bereich Glasbau angesiedelt", so Conmac-Geschäftsführer.

Aber auch auf Großbaustellen erfreuen sich die kleinen Kraftpakete immer größerer Beliebtheit, beispielsweise beim Fassadenhau allgemein. 
„Eigentlich wurden für die Arbeiten immer die Hochbaukrane vor Ort angemietet". wusste Dahms zu berichten. „Aber die verschiedenen Gewerke haben nun erkannt, dass das Zumieten eines Minikrans Vorteile bietet. Einerseits ist der Minikran kostengünstiger. Der Hochbaukran kostet etwa 140 Euro die Stunde und ein MC 305 von uns etwa 390 Euro am Tag. Andererseits ist der selbst gemietete Minikran immer verfügbar, was beim Hochbaukran häufig nicht der Fall war."

Neuzugang mit Weltneuheit -
Produktbereich um 65 % erweitert

Wolfgang Dahms konnte noch ein ganz aktuelles Einsatzbeispiel im Glasbau geben. Bei der Neuverglasung eines bestehenden Gerichts-gebäudes kommt ein MC 285 Miniraupenkran von Maeda zum Einsatz. Bei den neuen Glaselementen handelt es sich um bruchsicheres Panzerglas, das gut 10 cm dick ist und je nach Scheibengröße schnell ein Gewicht von

 

 

200 kg - 400 kg und mehr auf die Waage bringen kann. Auch wenn Minikrane und Glasbau sehr gut zusammen passen, so sieht Wolfgang Dahms für die Krane noch viel mehr Potenzial - ähnlich dem der Arbeitsbühnen vor etwa 15 bis 20 Jahren.
Die 15 neuen Minikrane erhielten bei der Beyer Mietservice KG, wie üblich, gleich ihre neue Typenbezeichnung: MC 55.1, MC 87.3, MC 127.3 und MC 168.4 (analog Maeda: 104, 285. 305, 405). „Es kam schon öfter vor, dass Kunden bei uns beispielsweise nach einen MC 87.3 fragten", berichtete der Con-mac-Geschäftsführer schmunzelnd. Dies zeigt aber, wie bekannt die Beyer Mietservice KG in Bezug auf die Minikran-Vermietung in Deutschland ist. 

Mit den Neugeräten wird der Minikran-Fuhrpark des Vermieters auf insgesamt 38 Maschinen (davon 37 von Maeda) erhöht. Eine Steigerung um über 65 %. „Die Beyer Mietservice KG ist damit der zweitgrößte Minikran-Vermieter in Europa", erklärte Wolfgang Dahms. „In Deutschland hält das Unternehmen Beyer damit einen Marktanteil von über 30 %."
Beim Beyer Mietservice sieht der Alltag etwas anders aus als bei Conmac International. „Wir haben etwa 20 % Glasbaueinsätze bei den Miniraupenkranen", erläuterte Dieter Beyer. Die Beyer Mietservice KG tritt vermehrt auch außerhalb Deutschlands als Vermieter in Erscheinung. „Gerade die Minikrane vermieten wir auch europaweit, sei es nach Schweden, Dänemark. Österreich. Niederlande. Belgien oder Frankreich. So hatten wir beispielsweise einen Einsatz in Paris gehabt, als damals die neuen Audi Modelle TT und R8 präsentiert wurden", berichtete Dieter Beyer. Die 15 neuen Miniraupenkrane werden auf die verschiedenen Mietstationen - zum Beispiel Hamburg, Hannover und Frankfurt - verteilt, um von dort aus nationale und internationale Aufträge zu bewältigen. Für die Glasereinsätze hält die Beyer Mietservice KG entsprechendes Zusatzequipment bereit. Zusätzlich zu den Maschinen investierte der Vermieter in fünf spezielle Glassauger der Wirth GmbH, die ebenfalls am 25. März übergeben wurden.

Während die vier Glassauger GS-300 W und GS-600 W wie normalerweise üblich, am Haken eingehängt werden, sieht das bei dem Rotor - Glassauger GSR-MC 300 anders aus. Die Weltneuheit aus dem Hause Wirth wurde eigens für den Minikran MC 87.3 entwickelt und wird an der Halterung für den Wippausleger am Auslegerkopf verbolzt, sodass das Glaselement nicht mehr in Schwingung gerät.

     
     

Durch die Montage des Glassaugrotors am Auslegerkopf können Einsatzorte -wie beispielsweise unter Vordächern oder überkopf - erreicht werden, die vorher nicht zugänglich waren. Die genaue Positionierung wird durch die dreidimensionale Beweglichkeit des Saugers mittels Funkfernsteuerung ermöglicht.
Der Glassaugrotor kommt an dem MC 87.3 /zum Einsatz.

„Alles aus einer Hand" - nur ein Teil der Firmenphilosophie

Die Beyer Mietservice KG hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Von einer regionalen Baumaschinenvermietung zum europaweiten Vermieter von Spezialmaschinen mit einem Fuhrpark von über 1.000 Arbeitsgeräten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Teleskopstaplern. Minikranen und selbstfahrenden, großen Gelenkteleskop- beziehungsweise Teleskop-Arbeitsbühnen.
„Heute sind wir ein Komplettanbieter, der seinen Kunden alles aus einer Hand anbietet", betonte Dieter Bevor im Gespräch. Der Grundstein für die heutige Größe des Unternehmens wurde laut Beyer schon in den 90er Jahren gelegt, als man harte und langjährige Vorarbeit leistete. Eine weitere wichtige Basis für den Erfolg sind die Mitarbeiter, das Team. „Ohne hoch motivierte Mitarbeiter, die als Team agieren, sich mit dem Unternehmen identifizieren und positiv eingestellt

 

sind, könnten wir nicht so erfolgreich sein", so Beyer.
Ganz wichtig ist, dass man mit Herzblut bei der Sache ist", betonte der Geschäftsführer. „Heute steht bei vielen leider primär das Profitdenken im Vordergrund." Um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, investiert der Geschäftsführer schon mal mehr Geld als notwendig. So beispielsweise bei der Kernsanierung in Etzbach. Beim Innenausbau kamen hochwertige Materialien, beispielsweise bei Fliesen oder Vertäfelungen, zum Einsatz, sodass sich die Mitarbeiter „zu Hause" fühlen. So verwundert es nicht, dass die Beyer Mietservice KG in Etzbach rund 1,5 Millionen Euro investiert hat.

Ein anderes Beispiel, dass Dieter Beyer benannte, waren die Zugmaschinen der Transporteinheiten. Jede unserer insgesamt 15 Zugmaschinen kostete im Vergleich zum Standard-Lkw etwa 20.000 bis 23.000 Euro mehr. Viele Ausstattungsextras, wie zum Beispiel eine hochwertige Innenausstattung, dienen in erster Linie dem Wohlbefinden und der Sicherheit des Fahrers, der somit eine ganz andere Identifikation mit seinem Arbeitsgerät und somit seinem Unternehmen mitbringt. Gerade wir sind ganz besonders darauf angewiesen, hochqualifizierte, engagierte und kompetente Mitarbeiter in unseren Reihen zu beschäftigen. Dieses erreichen wir, indem wir jeden einzelnen Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens partizipieren lassen und ihm einen modernen und sicheren Arbeitsplatz bieten, erläuterte Dieter Beyer.
 

     
     

"Jedem Kunden wird geholfen"

Im Bereich der Transportlogistik befindet sich das Unternehmen derzeit in einer Optimierungsphase. Zwei Disponenten kümmern sich in Etzbach ausschließlich um die Transporteinheiten der Beyer Mietservice KG. Somit wird auch dieser Bereich des Unternehmens zentral vom neuen Standort aus geleitet. Die Transportdisposition ist jedoch nicht in den beiden Büroetagen, sondern in einem externen Hallenkomplex untergebracht. So sind die Disponenten näher an den Mietgeräten und die Fahrer haben kürzere Wege.

Alle Mietmaschinen, aber auch die Transporteinheiten sind mit dem Telematiksystem von Elecdatra ausgestattet. In naher Zukunft sollen die aktuellen Standorte der Lkws aber auch von Mietmaschinen, die abgeholt werden sollen, auf einem Bildschirm in Realität angezeigt werden. So kann dann das nächste Fahrzeug schneller dorthin beordert und Leerfahrten vermieden werden. Zudem soll die Transportdienstleistung auch Dritten angeboten werden, um so eine noch bessere Auslastung zu erzielen. Auch der Beyer Mietservice sucht immer nach Wegen erhöhter Effizienz, die jedoch nicht zulasten der Sicherheit und der Qualität gehen darf.

  "Jede Maschine kommt nach einem Einsatz zurück zu einer der Mietstationen. Es wird nie von Baustelle zu Baustelle vermietet. In der Werkstatt wird dann jedes Arbeitsgerät durchgecheckt, wobei am Ende immer eine Testfahrt stattfindet. Bevor die Maschine in den nächsten Einsatz geht, wird vor dem Verladen nochmals eine Testfahrt und ein ausführlicher Check durchgeführt", berichtete Dieter Beyer. „So konnten wir in der jüngsten Vergangenheit unsere Ausfälle minimieren und Monteurkosten drastisch reduzieren."
Auf Fremdspediteure greift die Beyer Mietservice KG nicht zu. „Die häufig technisch anspruchsvollen Maschinen, wie Minikrane, Arbeitsbühnen oder Teleskopstapler, erfordern eine fundierte Einweisung. Die erhalten unsere Kunden direkt vor Ort von unseren eigens dafür ausgebildeten Fahrern", so Dieter Beyer. „Nur so können wir unseren Kunden die gewohnte Beyer-Oualität garantieren. Außerdem erzielen wir einen hohen Wiedererkennungswert. wenn unser eigener Tieflader mit unserer Maschine auf die Baustelle fährt. Und hier weiß ich auch, dass alles so abläuft, wie der Kunde es erwartet. Dazu zählt auch, dass die Maschine zu der vereinbarten Zeit pünktlich übergeben wird." Die Fahrer treten dabei im gleichen Beyer-Outfit auf. „Der Beyer-Kunde will nicht nur eine Maschine, sondern eine Gesamtlösung", betonte auch Wolfgang Dahms. Dies fängt schon bei der Telefonanfrage an. „Nett, höflich und kompetent werden die Kunden
     

     
     

von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten", erklärte Dieter Beyer. „Jedem Kunden wird geholfen, auch wenn wir einmal nicht liefern können. Dann verweisen wir gerne auch auf andere Vermieter, die wir gut kennen und mit denen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten - zum Beispiel einen anderen PartnerLift- Betrieb - und von denen wir auch wissen, dass auch dort das Gesamtdienstleistungspaket und die Qualität stimmt. Wichtig und im Vordergrund steht hierbei, dass der Kunde eine auf seine Bedürfnisse optimierte Lösung präsentiert bekommt".

Der Kunde erhält schließlich auf der Baustelle die Maschine von dem Fahrer. Dabei wird ein Übergabeprotokoll angefertigt. Es werden Fotos von der Maschine gemacht, die den einwandfreien Zustand dokumentieren. Auf einem Foto ist im Hintergrund immer auch die Baustelle zu erkennen, Ein zweites Protokoll wird bei der Abholung erstellt - wieder mit Fotos, wo eventuelle Schäden festgehalten werden. Die Fotos und Protokolle werden dem entsprechenden Auftrag hinterlegt und sind so jederzeit nachvollziehbar. »So schaffen wir Klarheit und Transparenz unseren Kunden gegenüber. Dieses wiederum wirkt sich äußerst positiv in das Vertrauen uns gegenüber aus, was wir jeden Tag aufs neue Erfahren dürfen", betonte der Geschäftsführer.

Der Kunde erhält aber nicht nur eine qualitativ hochwertige Maschine, sondern auch eine saubere.

 

„Bei unseren Teleskopstaplern beispielsweise hat der Kunde garantiert klare Sicht durch die Kabinenscheiben. Verschmierte Scheiben oder verschmutzte Geräte bei Anlieferung wird es bei uns nicht geben.

Der Boden der Kabine ist mit Papier ausgelegt, wie bei der Übernahme eines neuen Autos. Der Kunde erfährt somit eine gewisse Wertschätzung und fühlt sich bei Beyer-Mietservice rundum gut aufgehoben", erläuterte Beyer abschließend.

     
     
Dem "Bühnen Magazin" April 09 entnommen:    
     
Übergabe der 15 neuen Minikrane (Quelle: Bühnenmagazin, April 2009)
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