Eine Seilbahn für die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz

Januar 2010.

Der 15. April 2011 wird für die Stadt Koblenz ein wichtiger Tag, denn dann öffnet die Bundesgartenschau für 185 Tage ihre Pforten. Bis dahin sind noch einige Arbeiten zu erledigen, schließlich muss ein Areal von insgesamt 48 Hektar umgestaltet werden. Zentrale Ausstellungsbereiche sind hier das kurfürstliche Schloss, das Deutsche Eck und die beeindruckende Festung Ehrenbreitstein. Die Festungsanlage stellt mit 204.000 m2 die Stützpfeiler und Talstation am Konrad-Adenauer-Ufer.größte Ausstellungsfläche.

Ein Highlight der Buga 2011 wird eindeutig die 850 m lange Seilbahn, die das Konrad-Adenauer-Ufer am Deutschen Eck mit dem Festungsplateau verbinden wird. Zahlreiche Besucher werden während der vierminütigen Fahrt ein einzigartiges Panorama erleben. Bereits im August 2010 soll die Seilbahn in den Testbetrieb gehen. Den Zuschlag für den Bau erhielt die Firma Doppelmayr aus Österreich. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben führend im Bereich Seilbahnwesen und wird nun in Koblenz für die Buga 2011 die größte europäische Seilbahn außerhalb der Alpen bauen.

Für solche Arbeiten werden zuverlässige und hochwertige Maschinen benötigt, die speziell in den kalten Wintermonaten den harten Bedingungen gewachsen sind. Denn auch in dem sonst so milden Mittelrheintal ist die eisige Winterkälte angekommen. Und deshalb wird zur Zeit an der Talstation mit einer Arbeitsbühne von Beyer-Mietservice gearbeitet, während an der Bergstation der Schwerlastteleskopstapler STS 860 unterwegs ist. Die dortigen Montagearbeiten werden ebenfalls von einer Diesel Gelenkteleskopbühne unterstützt, der GTB 126 D.Auf der Bergstation werden die Elemente für die Seilführung montiert.

Die Talstation auf der linken Rheinseite kann sich schon sehen lassen, sie ist bereits mit einer Dachmembran überzogen. Die Gelenkteleskopbühne GTB 260 D, mit einer maximalen Reichweite von 26,36 m, wird gegenwärtig für Arbeiten an dem Stützpfeiler verwendet. An der beeindruckenden Konstruktion wurde mit der Grobausrichtung der Seilführungen begonnen, denn schon Ende Januar soll via Helikopter das Seil über den Rhein gespannt werden.
 

Auf dem Festungsplateau sind die Arbeiten noch nicht ganz so weit. Mit Hilfe eines großen Krans und der Gelenkteleskoparbeitsbühne GTB 126 D werden hier die Elemente für die Seilführung auf der Bergstation montiert. Ein Arbeitsschritt, der die Präzision und Konzentration aller Beteiligten erfordert. Aber mit Hilfe von Kran und Arbeitsbühne konnten die erfahrenen Monteure erfolgreich das letzte Elemente montieren.
 

Währenddessen übernahm der Schwerlastteleskoplader STS 860 von Beyer-Mietservice den Transport von schweren Lasten. Die geländegängige Maschine verfügt über eine maximale Tragkraft von 6,0 to sowie über eine maximale Der Schwerlastteleskopstapler STS 860 war auf dem Festungsplateau unterwegs.Reichweite von 8,10 m und übernimmt während den Bauarbeiten ebenfalls das Be- und Entladen verschiedener LKWs.

Die Arbeiten an der Seilbahn liegen im Zeitplan und die Besucher können sich bereits jetzt auf ein ganz besonders Highlight freuen. Ein Wermutstropfen bleibt für manche dennoch: Das obere Mittelrheintal steht seit Juni 2002 auf der Liste des UNESCO - Welterbes. Der dauerhafte Betrieb der Seilbahn würde diesen Status gefährden. In Abstimmung mit der UNESCO darf die Seilbahn jedoch bis Ende 2013 betrieben werden. Dann muss der Abbau erfolgen, um die einzigartige Kulturlandschaft zu schützen.

Bilderstrecke vom Seilbahnbau in Koblenz

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