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Die Seilbahn vom Konrad-Adenauer-Ufer zum Festungsplateau Ehrenbreitstein wird eines der Glanzlichter der Bundesgartenschau 2011 – die Verknüpfung einer spektakulären Fahrt über das Rheintal mit einem wesentlichen Eckpfeiler des Verkehrskonzepts. Möglicherweise werden Koblenzer und Besucher jetzt schon früher in den Genuss der schnellsten Verbindung zwischen Eck und Festung kommen.
KOBLENZ. Die Bundesgartenschau öffnet im April 2011 ihre Tore – die Seilbahn über den Rhein wird aber möglicherweise bereits im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen. Das hat Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur angekündigt. 500 Tage vor dem Start der Gartenschau sagte Faas: „Wir denken darüber nach zu sagen: Wenn die Seilbahn schon fertig ist, dann können wir sie auch drei Monate lang fahren lassen.“ Es werde allerdings noch geprüft, wie die Fahrgäste von der Bergstation abseits der Buga-Baustellen auf dem Plateau zur Festung Ehrenbreitstein gelangen könnten.
Viele Touristen erhofft
Bereits im August 2010 soll der Kabinenlift, der die Altstadt mit der mehr als 100 Meter hochgelegenen Festung auf der anderen Rheinseite verbinden soll, fertig sein. Die Gründe für eine vorzeitige Inbetriebnahme liegen für Fass auf der Hand: Die Seilbahn locke viele Touristen an, was Gastronomen und Kiosken nutze. Der Buga-Chef ist überzeugt, dass die Fahrgäste dann auch 2011 wiederkommen werden.
Und nicht zuletzt spüle der Betrieb Geld in die Kassen der Blumenschau. „Wir haben die Aufgabe, 25 Millionen Euro einzuspielen“, sagte Fass. Und es entstünden immer wieder Zusatzkosten. Erst kürzlich sei bei Bauarbeiten am Rhein ein altes Abwassersystem entdeckt worden, dass verfüllt werden müsse, berichtete der 55-Jährige. Die Mehrkosten lägen im sechsstelligen Bereich.
Für Faas mit seinen knapp 30 Jahren Gartenschau-Erfahrung sind die Bauarbeiten in der Innenstadt mit Abstand das Schwierigste, was er je erlebt hat. Er weiß, dass die Einbußen der Gastronomen durch Baustellen-Absperrungen vor ihren Lokalen sehr groß sind. „Ich bin aber überzeugt, dass wir alle mit einem blauen Auge davonkommen“, sagte Faas. „Nicht umsonst bauen wir den Winter über und wollen im Frühjahr fertig sein, wenn das Hauptgeschäft wieder beginnt.“
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Die Seilbahn zwischen dem Konrad-Adenauer-Ufer und der Festung Ehrenbreitstein wird eines der Glanzlichter der Bundesgartenschau in Koblenz. Die Planer überlegen, den Betrieb bereits im kommenden Jahr aufzunehmen.
Foto: Ingo Schneider |
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Positive Stimmung
Allerdings sei an einen normalen Tourismus-Betrieb am Deutschen Eck erst wieder vom 15 April 2011 an, dem Tag der Eröffnung, zu denken. Die meisten Betriebe rechnen damit, die Verluste von 2010 im Buga-Jahr 2011 wieder reinzuholen. Und Faas prognostiziert den Wirten auch danach gute Geschäfte. Diese Botschaft sei inzwischen bei den Leuten angekommen, die Stimmung insgesamt sehr positiv.
Und auch die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. Das Einzige, was den Gartenschau-Machern das Leben richtig schwer machen könnte, wäre ein Hochwasser. Faas: „Wir haben alle Baustellen offen, wenn das Wasser kommt, läuft alles voll.“ Dann bliebe nur zu hoffen, dass die Schäden nicht allzu groß ausfielen. Während der Buga könne ein Hochwasser hingegen keinen größeren Schaden anrichten, weil die Anlagen zwischen Rhein und Mosel durch Mauern geschützt seien. |